Auf Immobiliensuche in Deutschland

An vielen Orten sind Immobilien noch bezahlbar

In Deutschlands Großstädten sind Immobilien kaum noch bezahlbar. Doch die Preise ziehen nicht überall an. Einer Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) zufolge, kann man abseits der Metropolen und in ländlichen Gebieten noch Immobilien erwerben, die deutlich unter dem regulären Marktpreis liegen

Für Käufer, die an Renditen interessiert sind, hat HWWI für den Postbank Wohnatlas 2017 Orte in Deutschland ermittelt, wo beim Hauskauf starke Wertsteigerungen bis zum Jahr 2030 zu erwarten sind. Besonders gut schneiden dabei Landkreise in Niedersachsen ab wie das Emsland an der niederländischen Grenze und das südlich angrenzende Cloppenburg. Hier wird ein 100-Quadratmeter-Haus im Jahr 2030 laut HWWI etwa 46.000 € mehr wert sein als heute.

Maximale Rendite bringt ein Hauskauf in Heilbronn: Laut Prognose steigen die Immobilienpreise dort bis 2030 derart an, dass ein 100-Quadratmeter-Haus einen Reingewinn von 150.000 € einbringt.

Mit guten Zuwächsen können Käufer auch im Landkreis Oldenburg, Osnabrück, Diepholz und Gifthorn rechnen. Auch die Grafschaft Bentheim gehört mit 0,7 Prozent Wertsteigerung im Jahr noch zu den Top100-Regionen.

Auch auf halbem Weg zwischen Bremen und Hannover lassen sich Schnäppchen finden: In Nienburg an der Weser liegen die Preise 42 Prozent unter Bundesdurchschnitt. Ein Geheimtipp für Käufer ist laut HMMI das Umland der Freien Hansestadt  Bremen. Steigerungspotenzial bis 2030 haben auch die Landkreise Straubing (Bayern) und Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg) mit einem Prozent pro Jahr.

Während in München die Kaufpreise so hoch sind, dass sich nur wenige einen Hauserwerb leisten können (München bleibt mit einem Quadratmeterpreis von ca. 6.800 € das teuerste Pflaster in Deutschland), gibt es im Landkreis in Städten wie Erding, Ebersberg, Dachau und Freising noch Luft nach oben.

Insgesamt werden in Bayern und Baden-Württemberg fast flächendeckend Wertsteigerungen erwartet. Moderatere Preise findet man im Süden Deutschlands nur noch in Straubing und Bogen (nahe Regenburg) sowie im äußersten Südwesten in den Kreisen Rastatt, Lörrach und Waldshut.

Die „Speckgürtel“ der Metropolen haben grundsätzlich Potenzial für Selbstnutzer und Vermieter, allerdings liegen die Kaufpreise dort bereits jetzt über dem Durchschnitt. Rund um die drittteuerste Metropole Hamburg können Anleger in den Landkreisen Harburg, Stade, Segeberg, im Herzogtum Lauenburg und in Lüneburg fündig werden. Im Berliner Umkreis sind Immobilien an der Oberhavel vergleichsweise günstig.

Abseits der zweitteuersten deutschen Metropole Frankfurt ist der Main-Kinzig-Kreis interessant, attraktive Chancen gibt es in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Mainz-Bingen.

Auch im münsterländischen Coesfeld (NRW) geht es pro Jahr um 0,8 Prozent nach oben. Im städtischen Raum weisen Bonn und Worms vergleichsweise preiswerten Wohnraum mit guter Wertsteigerungsprognose auf. Es geht aber auch noch günstiger: Während die Immobilienpreise in Trendstädten wie München, Berlin, oder Hamburg immer neue Preisrekorde erreichen, kann man in anderen Gegenden Deutschlands Eigentumswohnungen für knapp ein Zehntel des dortigen Kaufpreises erwerben. Selbstnutzer, die zudem ihren Wohnort unabhängig vom Arbeitsplatz aussuchen können, also vor allem Freiberufler oder Rentner, finden in strukturschwachen Regionen das reinste Schnäppchen-Schlaraffenland.  Einer Studie der F+B GmbH zufolge, können Käufer in 17 ostdeutschen Städten geräumige Eigentumswohnungen sogar für weniger als 50.000 € erwerben (der Preisvergleich bezieht sich auf eine 75 Quadratmeter große und zehn Jahre alte Musterwohnung mit durchschnittlicher Ausstattung). Insbesondere in Sachsen-Anhalt sind Wohnungen günstig. Untersucht wurden Städte ab 25.000 Einwohnern, Dazu gehören Zeitz im Süden von Sachsen-Anhalt, Köthen (zwischen Magdeburg und Leipzig), Staßfurt (südlich von Magdeburg) und Weißenfels.

Wie man sonst noch günstige Wohnungen findet und was zu beachten ist, damit sich das vermeintliche Schnäppchen nicht als Eurograb entpuppt, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe dieses Newsletters.

Quellen: immowelt.de, focus.de, welt.de, interhyp.de, spiegel.de, focus.de, capital.de

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