„Gesetze und Würste“

Eine Auswahl der skurrilsten Gesetzte weltweit

„Wer weiß, wie Gesetze und Würste gemacht werden, kann nachts nicht mehr ruhig schlafen“, meinte Reichskanzler Otto von Bismarck einst. „Ja, vor Lachen“, könnte man meinen, wenn man die nachfolgenden Gesetze und Verordnungen liest. Es handelt sich größtenteils um Relikte aus vergangenen Zeiten, die aus heutiger Sicht herrlich wunderlich anmuten. Doch zumindest auf dem Papier gelten sie nach wie vor!     

Besonders skurrile Blüten finden sich in den Gesetzesbüchern der Vereinigten Staaten. So dürfen Frauen in Memphis Tennessee nur Auto fahren, wenn ein Mann vor dem Auto herläuft und eine rote Fahne schwenkt, um Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Frau am Steuer nicht Gaspedal und Bremse verwechselt …

Schlagfertigkeit gefragt: Frauen in Kentucky dürfen die Highways nicht im Badeanzug betreten, es sei denn, sie wiegen weniger als 45 oder über 100 Kilo, werden von zwei Polizisten eskortiert oder sind mit einem Knüppel bewaffnet.

Die 200 Pfund erreicht eine Frau in Kentucky mühelos, wenn sie einen Verehrer in Idaho hat. Dort macht sich ein Mann nämlich strafbar,  wenn er seiner Angebeteten eine Pralinenschachtel überreicht, die weniger als 50 Pfund wiegt.

Zucht und Ordnung: In Los Angeles dürfen Männer ihre Frauen mit Lederriemen schlagen. Sind diese jedoch breiter als zwei Inches (ca. 5 cm), muss die Frau allerdings vorher einwilligen. Weniger begünstigt vom Gesetzgeber sind die Männer in Wichita, Kansas. Dort wird die Misshandlung eines Mannes durch seine Schwiegermutter nämlich nicht als Scheidungsgrund anerkannt. In Detroit, Michigan ist es Männern sogar gesetzlich verboten, ihre Frauen sonntags böse anzuschauen!

Tierisch komisch 

Auch das liebe Vieh bleibt nicht  verschont vom Regulierungswahn: So ist es Elefanten in Massachusetts nicht gestattet, Bier zu trinken. Wie ernüchternd! Mit Bußgeld muss auch rechnen, wer einen Gorilla als Beifahrersitz hat.

Wer in Georgia seinen Elefanten an einer Parkuhr anbindet, sollte darauf achten, den Tarif für einen PKW zu entrichten. Na, solange es kein Pferd ist … – denen musste man in Marshalltown (Iowa) nämlich explizit das Verzehren von Hydranten verbieten. A propos Wasser: In Florida ist es Bären untersagt, die Strände zu betreten und im Meer zu baden. Kuscheliger haben es die Alligatoren in New York, allerdings muss man sie dort außerhalb der Badewanne halten. Auch Esel in Brooklyn dürfen nicht in der Badewanne schlafen.

Elchtest einmal anders: Im äußersten Norden der USA sollte man einem Elch kein Bier zu viel spendieren, denn es ist gesetzlich untersagt, die Hirschart betrunken zu machen. Außerdem ist es verboten, von einem Flugzeug aus auf einen Elch herabzuschauen.

„Sterben für Anfänger“

Etwas morbide mutet ein Gesetz in Großbritannien an. Dort ist es verboten, im Parlament zu sterben, denn dieses Gebäude hat den Status des Königspalastes. Eine verstorbene Person hätte also das Recht auf ein prunkvolles staatliches Begräbnis. Um dies zu verhindern, wird, wer im Parlament in Ohnmacht fällt, schleunigst von den Saaldienern an die frische Luft  befördert. Auch in Rüstung sollte man das Parlament übrigens nicht betreten.

Auf alles gerüstet sein dürfen hingegen die Bürger der nordenglischen Stadt York: Dort ist es nach Sonnenuntergang immer noch erlaubt, innerhalb der Stadtmauern einen Schotten mit Pfeil und Bogen zu erschießen. Wo man das lernt? Na, von einem Geistlichen natürlich, denn von Gesetztes wegen müssten sich alle englischen Männer ab  14 Jahren zwei Stunden wöchentlich von einem Diener Gottes in der Handhabung von Pfeil und Bogen unterweisen lassen.

Quellen:  svz.de, Galileo.tv,  bdae.com, spiegel.de,  westkueste-usa.de, billiger-mietwagen.de,  travelworks.de, diepresse.com, antenne.de, reisewut.com, rp-online.de

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