Der Traum vom eigenen Zuhause Wohnen in Deutschland zwischen 

Wunsch und Wirklichkeit

Kaum etwas ist so grundlegend für das eigene Leben wie das Zuhause. In einer repräsentativen Studie von Interhyp wünschen sich 76 Prozent der Befragten eine eigene Immobilie. Doch Deutschland ist nach wie vor eine Mieternation, die Wohneigentumsquote stagniert weiterhin bei rund 45 Prozent. Was hält die Menschen davon ab, sich ihren Traum zu erfüllen und wie sieht das Wohnen in Deutschland derzeit aus? 

Im Zentrum des Wohnzimmers als größter und meist genutzter Raum deutscher Wohnkultur steht ein riesiges Sofa, das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag von Ikea. Die Sitz-/Liege-/ Lümmellandschaft steht für ein gemütliches und kuscheliges Zuhause und tatsächlich verbinden fast alle Befragten (97 Prozent) der Wohnraumstudie von Interhyp das Zuhause mit Begriffen wie „Geborgenheit“, „Gemütlichkeit“ und „Privatsphäre“.

Nähe zu Familie und Freunden

Das eigene Zuhause ist ein Refugium, an dem wir ganz entspannt einfach nur wie selbst sein können, aber auch die Ausgangsbasis für soziale Kontakte. Über 90 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen die Nähe zu Familie und Freunden wichtig bzw. sehr wichtig ist. Insgesamt soll die ideale Immobilie gut gelegen und behaglich sein. Sie soll sich in erreichbarer Nähe zum Arbeitsplatz befinden, gut ausgestattet und großzügig geschnitten aber nicht zu teuer sein. Dabei denken die Deutschen durchaus pragmatisch und sind kompromissbereit.

Gefragt, in welchen Bereichen sie Abstriche machen würden, wenn die Wunschimmobilie (zum Beispiel in umkämpften Ballungsräumen) nicht zu haben ist, nennen 60 bis 70 Prozent der Befragten Raumaufteilung, Wertigkeit, Ausstattungsniveau, Bauweise und Größe.

Am wenigsten Kompromissbereitschaft bestand in punkto Behaglichkeit (22 Prozent), gefolgt von Haustierhaltung, einer schönen Aussicht und einer guten Lage. Auch was die Höhe der Wohnkosten angeht, also die monatliche Belastung durch Miete oder Kredit, sind nur noch 38 Prozent zu Abstrichen bereit.

Auffallend ist, dass Wohnwunsch und -wirklichkeit sich nicht elementar unterscheiden. Nach ihren Wohnträumen befragt, bleiben die Deutschen auf dem Teppich und verlieren die Frage der Machbarkeit nicht aus den Augen. Nur wenige der Befragten schwelgten in luxuriösen oder extravaganten Vorstellungen mit Luxusausstattungen wie Sauna und eigenem (Whirl-)Pool. Überraschenderweise gehören auch nur für 23 Prozent der Befragten Smart Home Systeme zum idealen Zuhause. Grund ist die Sorge, Einbrecher könnten die Systeme hacken.

Die eigene Immobilie

Die Traumimmobilie ist vielmehr ein freistehendes Einfamilienhaus im Umland einer kleinen oder größeren Stadt: Immerhin 76 Prozent wünschen sich eine eigene Immobilie, idealerweise mit moderner Einbauküche, Garten (73 Prozent), Terrasse oder Balkon, Gäste-WC und Garage. Doch vor allem erhoff en sie sich mehr (Gestaltungs-)Freiraum, Unabhängigkeit vom Vermieter und Sicherheit im Alter.

Doch die Wohneigentumsquote in Deutschland stagniert weiterhin bei rund 45 Prozent, wie eine IW-Studie zeigt. Was hält die Mieter-wider-Willen davon ab, sich ihren Traum zu erfüllen?

Die Menschen in Deutschland sind vernünftig und vorsichtig, der Immobilienkauf wohl durchdacht und gut geplant. Wie die Studie zeigt, haben die Deutschen großen Respekt vor dem Schritt ins Eigentum. 83 Prozent  der Noch-Mieter machen sich Gedanken über die finanzielle Belastung, 69 Prozent haben Angst, bei der Finanzierung einen Fehler zu machen.

Die befragten Immobilienbesitzer jedoch bestätigen diese Bedenken nicht: Nur 30 Prozent sprachen von hoher finanzieller Belastung durch den Kredit. Und die Sorge, bei der Finanzierung Fehler zu machen, hat sich gerade einmal bei 13 Prozent bestätigt.

91 Prozent der Eigenheimkäufer sind mit ihrer Entscheidung sehr zufrieden -kein Wunder, denn mit durchschnittlich 146 Quadratmetern haben sie im Durchschnitt fast doppelt so viel Wohnraum wie die Mieter (77 Quadratmeter). 65 Prozent der Eigentümer erwarten zudem eine Wertsteigerung Ihrer Immobilie in den kommenden Jahren.

Ein weiterer Aspekt, der den Schritt über die Schwelle zum Eigentum erschwert, ist die langfristige Planung: 92 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu “Wenn man eine Immobilie kauft, sollte man so planen, dass man sie mindestens 15 bis 20 Jahre behalten kann.“ Immerhin 85 Prozent sehen darin eine Entscheidung fürs ganze Leben.

Quellen: wohnraumstudie.interhyp.de, manager-magazin.de, immonewsfeed.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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